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Aus unseren Bausteinen:
6. STADTPLANUNG
In der Stadtplanung treten wir für eine Abkehr von einer Politik ein, die die Stadt nach kapitalistischen Gesichtspunkten vermarkten will. Stadtplanung muss wieder vordringlich den Menschen in der Stadt dienen. Die Planungen, aus Bochum eine reine Einkaufsstadt zu machen, lehnen wir ebenso ab, wie der Stadt eine Hochhaus-Skyline zu verpassen. Wir treten für ein Miteinander der Innenstädte von Bochum und Wattenscheid und den Stadtteil- und Wohnortzentren ein. Die Infrastruktur und die Grundversorgung ist in den Stadtteilen zu gewährleisten und auszubauen. Wir lehnen weitere Einkaufszentren auf der „grünen Wiese“, ebenso wie die geplante, drastische Ausweitung der Einzelhandelsflächen, trotz umfangreicher Leerstände in der Bochumer Innenstadt und in den Stadtteilzentren ab und treten für die Schaffung von mehr Ruhezonen ein. Eine solche Ruhezone könnte z.B. in Verbindung mit dem Husemannplatz auf dem Gelände der Justizbehörden geschaffen werden, die demnächst umziehen werden. Ebenso lehnen wir die Vermarktung des Platzes an der Castroper Straße ab und treten für dessen Erhalt als Zirkus-, Kirmes- und Veranstaltungsplatz ein. Stadtplanung muss dem Ziel dienen, in Bochum schön leben, wohnen, arbeiten und lernen zu können. Das erfordert eine gesunde Umwelt. Wir brauchen öffentliche Plätze, Parks und Grünflächen in und um Bochum, nicht die Vernichtung der grünen Lungen unserer Stadt durch gewerblichen Flächenfraß oder den Ausbau von privaten Golfplätzen. Dem jährlichen Flächenverbrauch und der Vernichtung von wertvollen Ackerböden muss Einhalt geboten werden. Deshalb fordern wir, den noch in der Stadt verbliebenen, landwirtschaftlichen Betrieben eine Zukunft zu geben und vor allem die Direktvermarktung und den ökologischen Landbau zu unterstützen. Die Soziale Liste tritt für einen konsequenten Denkmalsschutz ein und lehnt die Abrisspolitik der Stadt Bochum ab. Wichtige Stätten der Stadtgeschichte, der Industriekultur, der Verfolgung und des Widerstandes gegen den Faschismus und des Aufbaues nach 1945 sollen erhalten bleiben und mit Erinnerungszeichen kenntlich gemacht werden.
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Aus unseren Bausteinen:
9. KULTUR
Jeder Mensch hat ein Anrecht auf Teilnahme am kulturellen Leben in unserer Stadt. Dieses Recht auch für die Ärmeren praktisch durchzusetzen, ist eine öffentliche Aufgabe, die sich nicht mit immer neuen Streichkonzerten im kulturellen Bereich verträgt. Statt Millionen für teure Prestigeprojekte à la RuhrCongress oder Konzerthaus zu verpulvern, fordern wir eine konsequente Förderung alternativer stadtteilbezogener Basiskultur, jugendkultureller Projekte, den Ausbau städtischer Bibliotheken, der Musikschule, der VHS und von Programmkinos sowie von Kulturzentren (auch in Stadtteilen, wie z.B. Wattenscheid) in städtischer Trägerschaft. Menschen mit niedrigem Einkommen wollen wir mit dem erweiterten „Bochum Pass“ ermäßigten oder kostenlosen Zugang zu Kulturveranstaltungen ermöglichen. Zudem dürfen ehemals renommierte Kulturstätten wie das Schauspielhaus nicht zu Spielplätzen des Kommerzes verkommen. Bochum hat eine reiche kulturelle Tradition, die es auszubauen gilt. Eine weitere Ökonomisierung der Kultur lehnen wir ab.
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